SCHARF-LINKS TopNews - 89 - 28.06.2011
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1. "Tretet ihnen entgegen und weist sie in den Schranken!" 
2. Linke Israelis kritisieren die Partei DIE LINKE. 
3. Im permanenten Befehlsnotstand
4. Berliner Linke: Die Angst vor der Zivilgesellschaft
5. Sahra Wagenknechts fragwürdiger linksliberaler Kurswechsel
6. Erklärung der SAV zur Äußerung von Michael Wendl (Sprecher des KV 
München) zum Fall Martin Wiese
7. Strategiepapier der schwedischen Linkspartei
8. Vereinigen statt Spalten!
9. Drei Zahlen – ein Datum 12 - 28 -´89 
10.Warum nur Gaddafi und nicht auch Bush & Co.?
11.Das Hartz4-System treibt Menschen zur Verzweiflung, sogar in den 
Tod  
12.SoKo - Sommertreff - Leverkusen Sa. 16.07.2011

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1. "Tretet ihnen entgegen und weist sie in den Schranken!"
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An die Fraktion Die Linke im Bundestag , Bundesvorstand Die Linke, 
Landesverbände, Basisorganisationen der PDL 

Offener Brief von Wolfgang Richter (Magdeburg) 

Liebe Genossen, 

als altgedientes Mitglied der Linken, bin ich entsetzt über die 
Entwicklung in unserer Partei und deren Politik! Das Fass zum 
Überlaufen brachte der Beschluss der Bundestagsfraktion am 07.06.2011, 
den ich als Maulkorberlass bezeichne! 

In einer antikapitalistischen, antifaschistischen, kommunistisch 
orientierten Partei gibt es offensichtlich Kräfte, die diese Partei zu 
einer bürgerlichen Partei im Kapitalismus machen wollen. Es existiert 
für sie nur noch der Name Die Linke. Sie sind im Kapitalismus 
angekommen und sich etablieren, wie seinerseits die Grünen als 
Protestpartei, die heute dabei ist, wenn Aggressionskriege für 
kapitalistische Interessen, Ausbeutung und Profite im Namen von 
Demokratie und Menschenrechte vom Zaun gebrochen werden. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=axgctyrhadhzkyj

2. Linke Israelis kritisieren die Partei DIE LINKE. 
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In einem Offenen Brief an die Fraktionsmitglieder der Partei DIE 
LINKE. kritisieren mehr als 100 israelische Aktivist_innen den 
Fraktionsbeschluss vom 7. Juli. 

Die Parteimitglieder sind aufgefordert, stattdessen die globale 
Solidaritätsbewegung für die Rechte der Palästinenser_innen zu 
unterstützen, zu der sich auch die unterzeichnenden Aktivist_innen 
zählen. 

Die Unterzeichner_innen machen darauf aufmerksam, dass die 
Solidarität mit dem palästinensischen Kampf für Unabhängigkeit und 
Gerechtigkeit auch im Interesse israelischer Staatsbürger_innen und 
aller jüdischen Menschen weltweit sei. Zu Unrecht stelle sich das 
israelische Establishment als einziger weltweiter Vertreter der 
Jüdinnen und Juden dar. Dies würde von der israelischen Regierung 
instrumentalisiert, Kritik an ihrer Politik als antisemitisch 
gleichzusetzen. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=sgaifmkxdxjynwj

3. Im permanenten Befehlsnotstand
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Warum die roten reporterInnen hamburg der LINKEN-Bundestagsfraktion 
den Gehorsam verweigern 

Erklärung der ag medien/rote reporterInnen hamburg zum Beschluss der 
Bundestagsfraktion DIE LINKE "Entschieden gegen Antisemitismus" 

In seinem Aufsatz "Erziehung nach Auschwitz", der Generationen als 
ein Leitlicht für die Schaffung einer Gesellschaft mit freien, nicht 
mehr untertänigen Menschen gilt, hatte der marxistische Philosoph 
Theodor W. Adorno gewarnt: "Gerade die Bereitschaft, mit der Macht es 
zu halten und äußerlich dem, was stärker ist, als Norm sich zu beugen, 
ist aber die Sinnesart der Quälgeister, die nicht mehr aufkommen 
soll." Wer sich von dieser Bereitschaft nicht löse, werde im 
"permanenten Befehlsnotstand" gefangen bleiben.
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=tyvqxlyhblzeahn

4. Berliner Linke: Die Angst vor der Zivilgesellschaft
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Gemeinsame Erklärung von 10 stadtpolitischen Initiativen

In einer Zeit, in der landauf, landab über Partizipation, „Wutbürger“ 
und die Abkehr von der Privatisierungsideologie der letzten Jahre 
debattiert wird, versucht nun auch die Berliner Linkspartei spät aber 
immerhin auf den fahrenden Zug aufzuspringen. 

Am 20. Juni organisiert sie hierzu eine Veranstaltung unter dem Titel 
„Gemeinwohl statt Rendite“ und stellt in der Ankündigung dazu fest: 
„Nach mehreren Jahrzehnten der Privatisierung kommunaler Unternehmen 
und Dienstleistungen ist in den letzten Jahren eine Wiederentdeckung 
öffentlicher Unternehmen festzustellen.“

Hierzu ist anzumerken: Wenn in den letzten Jahren in Berlin 
Privatisierungen kritisiert wurden, dann keinesfalls von der Partei 
DIE LINKE. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=hhqadxogovztpsv

5. Sahra Wagenknechts fragwürdiger linksliberaler Kurswechsel
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von Tobias Baumann

In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15.05.2011 
kommentierte die ehemalige Leiterin der Kommunistischen Plattform 
(KPF) von DIE LINKE., Sahra Wagenknecht, ihre neue Veröffentlichung 
„Freiheit statt Kapitalismus“ (Mai 2011). 

In diesem herausragenden Interview der 'Frankfurter Allgemeinen 
Sonntagszeitung' distanzierte sie sich von ihren vermeintlich 
linksradikalen Auffassungen, die sie während der 1980er und frühen 
1990er Jahre geteilt hatte - dies erscheint wie eine Reminiszenz an 
die gleichzeitig aufgekommene, repetitive Entschuldigung Winfried 
Kretschmanns für seine marxistische Vergangenheit während der 1970er 
Jahre.
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=cgxwslxaxtvgiit

6. Erklärung der SAV zur Äußerung von Michael Wendl (Sprecher des KV 
München) zum Fall Martin Wiese
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von SAV München

Der „Runde Tisch gegen Rechts" in Landshut organisierte Anfang 2011 
eine Lichterkette gegen Rechts. Seit dem Zuzug des Rechtsradikalen 
Martin Wiese in den Kreis Landshut steigen dort rechte Aktivitäten. 

Die wachsende Sorge der Menschen darüber kommentierte Michael Wendl 
in einer Mail, deren Inhalt aus mehreren Gründen skandalös und 
unerträglich ist. Michael Wendl fragt, wo der arme Martin Wiese denn 
nach seiner Haft hin soll, und unterstellt, dass man ihm das Recht 
abspricht, irgendwo zu wohnen. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=lgseafkpzlmwawl

7. Strategiepapier der schwedischen Linkspartei
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Übersetzung von Stefan Godau

Vorschlag des Parteivorstands für ein Strategiedokument

1) Strategie für eine Linkspartei der Zukunft

2) Schweden hat sich verändert. 
Die politische Lage stellt hohe Anforderungen an eine zu kleine und 
zu schwache Linkspartei. 
Das Gesamtwahlresultat für die Arbeiterparteien ist das Schlechteste, 
seitdem das allgemeine Wahlrecht eingeführt wurde. 
Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat sich dadurch 
ausgezeichnet, dass der Produktionsüberschuss zu höheren Gewinnen, 
aber nicht zu höheren Löhnen geführt hat. Der Anteil des öffentlichen 
Sektors an der Gesamtwirtschaft ist zusammengeschrumpft. Deregulierung 
und Privatisierung haben zu vermehrter Vorherrschaft des Marktes 
geführt. Der Politik fehlen seit längerem Verantwortung und Visionen.
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=fhonaxwieroizom

8. Vereinigen statt Spalten!
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Stellungnahme des RSB zum Text "Neue antikapitalistische 
Organisation? - Na endlich" der SIBS 

Wir - revolutionäre AntikapitalistInnen in der BRD - haben Grund zur 
Hoffnung:
* der französische Generalstreik im Herbst 2010, 
* die kämpferischen Streiks von Wisconsin im Winter 2010/11, 
* das Aufleben der sozialen und Studierenden-Bewegung in 
Großbritannien
* die Bewegung für "wahre Demokratie" im spanischen Staat im Mai 2011
* die eskalierenden offenen Klassenkämpfe im bankrotten Griechenland
* und nicht zuletzt die revolutionär-demokratische Welle in der 
arabischen Welt 

führen uns vor Augen, dass mit dem Ausbruch der letzten großen Krise 
(2008) die bürgerliche Weltordnung instabil geworden ist. Dies sind 
die konkreten Bedingungen für die Möglichkeit revolutionärer Politik 
heute. Wenn ein Anstieg sozialer Kämpfe auch in der BRD mittelfristig 
nicht ausbleiben kann, dann muss sich die revolutionäre Linke schon 
heute zusammenraufen, um nicht im entscheidenden Moment desorganisiert 
dazustehen. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=uzradssgksbwyeb

9. Drei Zahlen – ein Datum 12 - 28 -´89
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von René Lindenau

Der 13. August 1961

In der Geschichte ist es vielfach so, das politisches Ereignisse 
nicht isoliert von historischen Vorläufern zu bewerten sind. Sozusagen 
– alles hat eine Vor-Geschichte. Um wirklich zu verstehen, muss man 
tiefer graben um zu ergründen: 
Wie konnte das passieren, wie ist was passiert? 

Denn: Nichts ist ohne Ursache, nichts ist ohne Wirkung. So verhält es 
sich auch mit dem 13. August des Jahres 1961, den es so ohne die 
Hitler-Herrschaft und den 2. Weltkrieg nicht gegeben hätte. 
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=blshjnxwgnsikdw

10. Warum nur Gaddafi und nicht auch Bush & Co.?
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von Hans Fricke

Weder der Generalbundesanwalt noch der Programmdirektor des 
Fernsehsenders ARTE haben damit rechnen können, daß die Einleitung 
eines Emittlungsverfahrens gegen den libyschen Staatschef Gaddafi 
durch den Generalbundesanwalt am gleichen Tag der Öffentlichkeit 
bekannt wurde, an dem ARTE zur Hauptsendezeit den 85-Minuten Beitrag 
der Investigativjournalistin Marie-Monique Robin "Folter - Made in 
USA" ausstrahlt. Und doch wollte der Zufall es so.
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=phwojpygsmraghf

11. Das Hartz4-System treibt Menschen zur Verzweiflung, sogar in den 
Tod
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von Norbert S. 

Offener Brief an alle organisierten und unorganisierten Erwerbslose, 
die sich mutmaßlich oder wirklich gegen das Hartz4System engagieren:

Als Folge von Hartz 4 wurde ein Mensch erschossen. Schluss mit diesem 
System!

Das Hartz4-System in seiner Konzeption und Handhabung treibt Menschen 
zur Verzweiflung, sogar in den Tod.
Mehr als Tötung geht nicht !

Das H4S hat öffentlich seine offene Flanke gezeigt. Beißen wir uns an 
ihr dauerhaft fest bis es untergeht!
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=ktypfvycknryydx

12.SoKo - Sommertreff - Leverkusen Sa. 16.07.2011
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Die Diskussion in diesem Jahr steht unter dem Titel:

Werden die Karten neu gemischt?

Die antikapitalistische Linke auf der Suche nach neuen 
Organisationsformen


Die Hoffnung vieler, das Projekt Partei ‚Die Linke.’ (PDL) möge für 
die antikapitalistische und revolutionäre Linke einen Sprung nach 
vorne bedeuten, dürfte wohl inzwischen längst in deren 
parlamentarischer Orientierung zerstoben sein. Die Hoffnungen 
andererseits in die Interventionstische Linke (IL) scheinen ebenfalls 
in den seichten Wassern von deren Unverbindlichkeit und Unstetigkeit 
abgesoffen.

Eine Initiative aus Berlin will diesen Zustand zugunsten einer neuen 
antikapitalistischen Organisation beenden. Die Sozialistische 
Initiative Berlin-Schöneberg um Michael Pütz („Wir zahlen nicht...“) 
und Michael Schilwa ließ seit März bundesweit ein umfangreicheres 
Papier zum Thema zirkulieren, das sich lohnt beachtet und besprochen 
zu werden. Sie verweist dabei auf aktuell ähnliche Diskussionen in 
verschiedenen Fraktionen der antikapitalistischen Linken.

Die SoKo hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Anstrengungen zu 
unterstützen, die auf die Schaffung eines antikapitalistischen Pols 
gerichtet sind. Zweifellos ist die genannte Initiative aus Berlin ein 
Schritt in diese Richtung. Wir wollen daher unseren SoKo-Sommertreff 
am 16.07. der Diskussion einzelner Thesen aus dem Papier widmen und 
laden Euch herzlich ein, mit uns zu diskutieren.  
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=bphrotlnngalnqi

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Liebe MitstreiterInnen, liebe GenossInnen,

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stellen unseren LeserInnen die Inhalte kostenlos zur Verfügung. Wer 
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http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=tetrrhrgrsoqpjk

Mit solidarischen Grüßen

Edith Bartelmus-Scholich
Redaktion 'scharf-links' 
 
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