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Valentin Schötz

Solidarität mit den MitschülerInnen bei Fridays for Future!

Valentin Schötz

Es ist Zeit zu handeln. Die Polarkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wüsten breiten sich aus, Wetterextreme nehmen immer weiter zu. Kurz: Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft. Am stärksten betroffen sind die Länder im Globalen Süden, die gleichzeitig aber am Wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Während man sich zum Beispiel in den Niederlanden gegen den steigenden Meeresspiegel höhere Dämme leisten kann, haben die Menschen in Bangladesch keine Chance sich dem steigenden Meeresspiegel anzupassen. Kleine Inselstaaten werden schon in naher Zukunft komplett von der Erdoberfläche verschwinden. Der Kampf gegen den Klimawandel muss deshalb auch ein Kampf für Klimagerechtigkeit sein.

Als Sozial-Ökologischer Jugendverband war es für uns linksjugend [’solid] selbstverständlich sich mit den streikenden Mitschülerinnen und Mitschülern von Fridays for Future zu solidarisieren. Unsere Generation wird die sein, welche am meisten vom Klimawandel betroffen sein wird, ist aber die Stimme, die am wenigsten gehört wird. Die Streiks unserer MitschülerInnen verschaffen uns eine lautere Stimme.

Was aktuell, besonders in Bayern, passiert ist die eindeutig falsche Reaktion auf diese lauterwerdende Stimme und zwar der Versuch diese zu unterdrücken. Sei es mit der Androhung von Disziplinarverfahren oder der Diskreditierung unserer MitschülerInnen mit Aussagen sie würden nur die Schule schwänzen.

So verglich der Landtagsabgeordnete Ralph Müller der sogenannten AfD, Diskussionsveranstaltungen an Schulen zu Fridays for Future mit der Indoktrinierung in der DDR. Was er dabei vergisst ist die Aufgabe von Pädagoginnen, die SchülerInnen zu mündigen Demokraten zu erziehen und zu Mündigkeit gehört es auch dazu sich mit dem Druckmittel einer souveränen Gesellschaft auseinander zu setzen und die aktuelle Politik kritisch zu betrachten.

Es wird nicht reichen dem Kapitalismus nur einen grünen Anstrich zu verpassen, wir müssen unser Wirtschaftssystem grundlegend hinterfragen und Alternativen entwickeln. Alternativen zu der Art und Weise wie wir produzieren, und wie wir konsumieren. Wir müssen unser Energiesystem neu organisieren und die Mobilität der Zukunft planen. Bewegung in diesen Fragen werden wir aber nur erreichen, wenn auch wir uns bewegen. Ob Braunkohle-Bagger besetzen mit Ende Gelände, Baumhäuser bauen im Hambacher Forst oder die wöchentlichen Schulstreiks. Wichtig ist, dass wir zusammenstehen und uns einmischen. Und dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Nicht von der Politik, nicht von Lehrerinnen und Lehrern und all denen, die uns das Protestieren verbieten wollen.

Für uns ist und bleibt klar:

Die Umwelt retten heißt: Kapitalismus überwinden!

Zum Autor:
Valentin Schötz ist aktives Mitglied im Kreisverband Nürnberger Land und einer der BasisgruppensprecherInnen der linksjugend [`solid] Nürnberger Land.

Hier gehts zur Webseite der Jugendorganisation der Linken im NLand: https://linksjugend-nland.de/


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