Leere Geldbeutel trotz Vollbeschäftigung
Das Statistische Bundesamt belegt in einer neuen Auswertung, dass der Niedriglohnsektor in Deutschland überdurchschnittlich groß ist. Nackte Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung belegen: Millionen Menschen in Deutschland hangeln sich von Job zu Job und kommen trotzdem nicht über die Runden.
Laut dem Studienergebnis vom 24.09.2018 leben 12,3 Prozent der Erwerbstätigen, also 5,5 Mio. Menschen, dauerhaft in prekären Umständen. Rund 4 Mio Menschen fänden sich über mehrere Jahre in perspektivlosen Jobs mit geringem Einkommen und mangelnder sozialer Absicherung. Der größte Teil derer sind Frauen im Haupterwerbsalter, die meistens Kinder haben.
Das Forscherteam vom Wissenschaftszentrum Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg sprechen sich für eine Umverteilung und strengere Arbeitsmarktregeln bzgl. Befristungen, Leiharbeit und Werkverträgen aus.
Laut dem Statistischen Bundesamt bezifferte sich die Niedriglohnquote (Stundenlohn weniger als 10 €) im Jahr 2014 auf 21,4 % aller Beschäftigungsverhältnisse.
Ebenfalls interessant ist, dass Frauen im Jahr 2017 lediglich 29,2 % aller Führungspositionen ausfüllten, was deutlich unter dem Frauenanteil aller Erwerbstätigen von 46,5 % liegt.
Bei einem Blick in das Grundsatzprogramm der Partei DIE LINKE wird klar, dass wir diese Missstände schon seit Jahren aufzeigen und bekämpfen wollen.
Wir fordern:
- Mindestlohn auf 12 € erhöhen
- Emanzipation auf dem Arbeitsmarkt fördern
- Stopp von sachgrundlosen Befristungen
- Beendung von Leiharbeit und Werkverträgen
- eine Vermögenststeuer, um geringe Einkommen weniger belasten zu müssen.

